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Madison roots – Teil 1

Die Wurzeln von ASI liegen in Madison: E.A. Sutherland, Percy Magan und die adventistische Bildungsreform – Teil 1 der History-Serie.

Veröffentlicht am 30.04.2019 · Tobias Kazmierczak · ASI History

„We call our older brethren out of Babylon, but we let our children attend Egyptian schools and learn Egyptian ways“ – E.A. Sutherland 1899

«Wir rufen unsere älteren Brüder aus Babylon heraus, aber wir lassen unsere Kinder ägyptische Schulen besuchen und ägyptische Wege lernen.»

Dieses feurige Zitat von Sutherland offenbart sehr schön Sutherlands Ehrlichkeit, Mut und Gedankenschärfe.

Die Wurzeln von ASI liegen in Madison verborgen. Madison, gemäß EGW eine von drei Modellschulen, wurde von ihr liebevoll als „God's beautiful farm“ bezeichnet. Die anderen beiden waren Avondale sowie Emmanuel Mission College.

„The work that the laborers have accomplished at Madison has done more to give a correct knowledge of what an all-round education means than any other school that has been established by Seventh-day Adventists in America. The Lord has given these teachers in the South an education that is of highest value, and it is a training that God would be pleased to have all our youth receive.“ (Manuscript Releases, vol. 11, p. 182.2) >„Die Arbeit, die die Arbeiter in Madison geleistet haben, hat mehr bewirkt, um eine korrekte Kenntnis über vielseitige Bildung zu vermitteln, als jede andere Schule, die von den Siebenten-Tags-Adventisten in Amerika gegründet wurde. Der Herr hat diesen Lehrern im Süden eine Erziehung von höchstem Rang gegeben, und es ist eine Ausbildung, die Gott gerne all unseren Jugendlichen empfangen lassen würde.“

Die Pioniere: E.A. Sutherland und P. Magan

Um das Herz von Madison zu verstehen, ist es nötig, deren Pioniere E.A. Sutherland und P. Magan unter die Lupe zu nehmen.

Edward Alexander Sutherland (1865–1955) wurde im ländlichen Iowa geboren. Er besuchte Battle Creek gegen den elterlichen Willen zur Prediger- und Lehrerausbildung. In Battle Creek lernte er seine Frau kennen und hier begann auch die lebenslange „David-Jonathan-Freundschaft“ zu Percy Magan. Die beiden ergänzten sich auf erstaunliche Weise und bildeten ein äußerst gesegnetes und produktives Team.

Percy Magan war irischer Herkunft, wuchs in Nebraska auf und wollte nach seiner Taufe Buchevangelist werden. Er wohnte im Haus von E.G. White und lernte ihre revolutionäre Bildungsreform direkt kennen.

Bildungsreform nach E.G. White (Zitate)

„Now, as never before, we need to understand the true science of education. If we fail to understand this, we shall never have a place in the kingdom of God. 'This is life eternal, that they might know thee, the only true God, and Jesus Christ whom thou hast sent.' If this is the price of heaven, shall not our education be conducted on these lines?“ (The Christian Educator, August 1, 1897) >„So nötig wie nie zuvor brauchen wir heute ein tiefes Verständnis echter Erziehungswissenschaft. Wenn wir das nicht begreifen, werden wir keinen Platz in Gottes Reich finden. 'Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.' Johannes 17,3. Wenn das der Preis des Himmels ist, sollten wir unser Bildungsangebot nicht danach ausrichten?“
„The benefit of manual training is needed also by professional men… An education derived chiefly from books leads to superficial thinking. Practical work encourages close observation and independent thought. Rightly performed, it tends to develop that practical wisdom which we call common sense. It develops ability to plan and execute, strengthens courage and perseverance, and calls for the exercise of tact and skill.“ (Education, p. 220.2) >„Auch wer einen geistigen Beruf ausübt, kann auf den Vorteil einer handwerklichen Ausbildung nicht verzichten… Eine Ausbildung, die in der Hauptsache aus Büchern erlangt ist, führt zu oberflächlichem Denken. Praktische Arbeit dagegen bringt genaue Beobachtung und einen unabhängigen Geist mit sich. Wenn sie richtig getan wird, entwickelt sie leicht jene sachliche Weisheit, die wir als gesunden Menschenverstand bezeichnen. Sie bildet die Fähigkeit heraus, Pläne zu legen und durchzuführen, stärkt den Mut und die Ausdauer und verlangt auch den Einsatz von Takt und Geschicklichkeit.“

Mit eigenen Händen und ohne vorherige Absprache setzte Sutherland ab 1892 in Walla Walla in kurzer Zeit mit wenig Mitteln einen großen Teil der Bildungsreform um. 1897 wurde er zum Präsidenten von Battle Creek berufen. Der Widerstand und die Konflikte gingen so weit, dass die beiden Freunde schließlich am Ende des Schuljahres 1904 Battle Creek verließen.

Auf der Suche nach einem Flecken im Süden des Landes wurden sie tatkräftig von E.G. White und ihrem Sohn unterstützt. Wie so oft führten unerwünschte Hürden – in diesem Fall ein Motorschaden an Bord der «Morning Star» – direkt zur Vorsehung Gottes: zur Ferguson Farm, einer großen, verfallenen, von Steinen übersäten ehemaligen Sklavenzentrale. Gegründet wurde das Nashville Agricultural & Normal Institute, später Madison School – die einzige Institution, der E.G. White als Ratsmitglied angehörte.

Später: ASI-Gründung

Im Jahr 1946 nahm Sutherland einen Ruf der Generalkonferenz als Sekretär einer neuen Kommission an. Die GK erkannte den Wert des Gedankengutes in Madison und gründete deshalb die «Commission on Rural Living», aus der später ASI – damals «Association of Self-Supporting Institutions» und heute «Adventist Laymen Services and Industries» – entstand. 1950 pensionierte sich Sutherland und verbrachte seine letzten Jahre im Dienst für Madison.

AR ASI-Redaktion Redaktionsteam ASI Austria

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